Romanistik Halle

Romanistik Halle

Das Hallesche Institut für Romanistik wurde 1875 gegründet und ist damit das älteste in Deutschland; die Lehre romanischer Sprachen war jedoch bereits vorher hier verankert, denn schon 1822 wurde eine außerordentliche Professur für Romanische Philologie eingerichtet. Die Entwicklung nach 1945 ist in ganz besonderem Maße mit dem Namen Victor Klemperers verbunden, der hier bis zu seinem Tode lehrte.

 

Die Hallenser Romanistik zeichnet sich heute durch ein sehr ausgewogenes Verhältnis von Literatur- und Sprachwissenschaft sowie durch eine starke Verankerung der Kulturwissenschaft und der Fachdidaktik in Lehre und Forschung aus und konzentriert sich dabei nicht mehr allein auf Europa, sondern wendet sich auch der Verbindung von „alten“ und „neuen“ Räumen zu. Dazu gehören die sprachlichen Varietäten, Kulturen und Literaturen der Frankophonie und Hispanophonie. Die hier entstehenden „dritten Räume“ (Bhabha) werden rückgebunden an europäische Ursprünge, an die Sprache und Literatur der Klassik sowie der Europäischen Aufklärung.

Die Hallenser Romanistik bietet Ihnen günstige Studienbedingungen und ein breites Spektrum an Studiengängen (Bachelor, Master, Lehramts-Vollstudium in Französisch, Italienisch und Spanisch). Ein besonderes Angebot stellen die Studiengänge IKEAS (Interkulturelle Europa- und Amerikastudien, B.A. und M.A.) und der binationale Studiengang IKEAS-LEA (Langues étrangères appliquées, B.A.) dar. Zudem gibt es für Lehramtsstudierende der Fächer Französisch und Spanisch (+ Sachfach) den zweisemestrigen Zertifikatskurs „Bilingualer Sachfachunterricht“.

 

Informationen zu den einzelnen Studiengängen finden Sie hier.

 

Das aktuelle Vorlesungsverzeichnis finden Sie hier.

 

Die Romanistik befindet sich mit den anderen Geistes- und den Sozialwissenschaften am neu eröffneten Steintor-Campus, der über modernste technische Ausstattung und eine zentrale geisteswissenschaftliche Bibliothek mit über 750 000 Bänden verfügt und beste Studien- und Forschungsbedingungen bietet.

Die Hallenser Romanistik steht für die enge Verbindung zwischen Forschungs- und Lehrinhalten. Die Schwerpunkte in der Forschung liegen auf folgenden Feldern:

  • Aufklärung in der Romania und ihre außereuropäische Rezeption
  • Sprachen, Literaturen und Kulturen der Karibik und Lateinamerikas
  • Die romanischen Literaturen des Mittelalters sowie romanische Literaturen nach 1990
  • Theorie von Sprach- und Kulturkontakt, Ökolinguistik
  • Kulturelle Semantik italienischer Metropolen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart
  • Interkulturalitätsforschung (Schwerpunkt: Fremdheitserfahrungen, Bildung im deutsch-französischen Vergleich, Erinnerungskulturen)
  • Mehrsprachigkeitsdidaktik, Film- und Literaturdidaktik, sprachliche Varietäten im Französisch- und Spanischunterricht, Bilingualer Sachfachunterricht

 

Das Institut unterhält mehr als 20 Erasmusverträge mit Frankreich (inkl. La Réunion), Italien und Spanien sowie weitere Verträge für den Studierendenaustausch, ebenso internationale Forschungskontakte zu Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen in Frankreich (inkl. der französischen Antillen), Italien, Spanien, Mauritius und Lateinamerika (Cuba, Peru, Argentinien, Bolivien, Chile, Uruguay, Costa Rica, Mexiko, Brasilien) sowie zu Lateinamerika-Zentren außerhalb Lateinamerikas.

 

Informationen

Kontakt

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Romanistik
Ludwig-Wucherer-Str. 2
06108 Halle (Saale)
Homepage

Ansprechpartnerin:
Dr. Annette Schiller